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BLICKWINKEL

Der biologische Ersatz oder die Reduktion von Zucker, Fett und Salz in modernen Lebensmitteln ist einer der Forschungsschwerpunkte des Unternehmens BRAIN. Dabei finden die Forscher bei BRAIN im unternehmenseigenen BioArchiv Naturstoffe, die den Geschmack von Salz, Zucker und Fett verstärken und somit die Quantität dieser Stoffe in den Lebensmitteln reduzieren können. Foodfotograf Markus Bassler und Foodstylist Oliver Hick-Schulz, zusammen „De Pönk. Bureau Culinaire“, fanden dieses Thema der Geschmacksmodulation so spannend, dass sie nicht lang zögerten, es auf ihre Weise für die aktuelle Ausgabe des BLICKWINKELS visuell umzusetzen.

Freie Kunst und meisterliches Handwerk: beide bedingen und ergänzen einander, beide haben ihre Berechtigung – in der Wissenschaft wie auch und gerade in Sachen Kulinarik und Geschmack. Bassler und Hick-Schulz beherrschen den Umgang mit Licht und Textur perfekt. Sie wissen um aktuelle Bildsprachen und Styles – brechen aber gerne auch mal die gängigen Vorstellungen kulinarischer Ästhetik auf. „Igitt“ mag es dem einen oder anderen beim Anblick des Schokoladen-Huhns entschlüpfen, zumindest ein „oooohh, schade“ entlockt so manchem vielleicht das wie Schnee in der Sonne schmelzende Sahnetörtchen. Aber wer genau hinschaut, gerade bei dieser „weißen“ Szenerie, ist sicher auch beeindruckt – wenn nicht sogar begeistert – von der Mutation mehrerer Tafeln weißer Schokolade zu einer nahezu architektonischen Skulptur.

In Zeiten, da fast jeder im Restaurant oder in der eigenen Küche sein Handy zückt, um das Servierte oder Selbstzubereitete abzulichten, zeigt das Duo Bassler/Hick-Schulz zum einen, was „echte“ Foodfotografie bedeutet und kann. Zum anderen löst es sich – wie für die Bildstrecke in dieser Ausgabe des BLICKWINKELS – immer wieder von der klassischen Sicht auf die Dinge, sorgt für Brechungen und treibt mutig so manches auf die Spitze. Doch wie „verrückt“ auch immer die Idee: Ihre Umsetzung erfolgt stets hochprofessionell.

Der Zufall brachte die beiden 2010 zusammen – bei der Umsetzung einer Ausgabe des Frankfurter NORDEND-Magazins, für das Oliver Hick-Schulz als Artdirektor und Editorial Designer verantwortlich zeichnete. Ein paar Meetings später standen nicht nur die Fotomotive für die Publikation fest, sondern es war auch klar: Bassler und Hick-Schulz können bestens miteinander.

Zwei Jahre später teilten die offenbar Seelenverwandten ein gemeinsames, neues Büro und widmeten sich dort verstärkt nicht nur dem Kochen, sondern auch der Inszenierung von Speisen und Produkten. Beides findet bis heute seinen Niederschlag in Magazinen, Katalogen und Büchern – sei es über Sake, das Grillen, den Geschmack der Kindheit in der Steiermark oder über die kulinarischen Schätze Zyperns.

Geschmack 1
© De Pönk. Bureau Culinaire
Geschmack 2
Geschmack 3
Geschmack 4
Geschmack 5
Geschmack 7
Geschmack 8

De Pönk. Bureau Culinaire

www.depoenk.de
Bassler_Hick-Schulz.jpg

Markus Bassler/ Oliver Hick-Schulz

Markus Bassler (r.) startete als Tellerwäscher in einem kleine Pariser Restaurant des vorigen Jahrhunderts. Seit er sich von der Architekturfotografie verabschiedet hat, ist er Foodfotograf. „Du beginnst nämlich, mit den Gebäuden zu sprechen, wenn du vier Stunden auf den richtigen Moment wartest, um auf den Auslöser zu drücken. Mittlerweile knurrt dann auch der Magen. Foodfotografie bringt dich immerhin in die Nähe eines Küchenchefs“, erklärt Bassler einleuchtend. Food-verrückt ist er seit den ersten Shootings in den 1990ern im „El Bulli“, dem berühmten spanischen 3-Sterne-Restaurant. Schon immer unterwegs auf allen Kontinenten, um den eigenen Horizont zu erweitern und neue Motive zu finden, liebt er immer noch architektonische Linien und Räume und wäscht täglich Teller ab.

Oliver Hick-Schulz (l.) ist Editorial Designer, Foodie und Globetrotter mit Fixpunkt Frankfurt. Er liest Kochbücher wie andere Leute Krimis, rührt als leidenschaftlicher Koch Lektüre und Erlebtes immer wieder aufs Schmackhafteste zusammen und setzt als Foodstylist Speis und Trank auch für andere mit einem Höchstmaß an Fingerspitzengefühl – gern auch mal gepaart mit einem kleinen Augenzwinkern – in Szene. Hick-Schulz gestaltet und konzipiert ansonsten vor allem Magazine und Bücher – vorwiegend für Kunden aus dem Kultur- und Gourmet-Bereich. Er gab sein diesbezügliches Wissen u. a. an der Academy of Visual Arts weiter und heimste für seine Arbeit schon eine ganze Reihe von Auszeichnungen ein.

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