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BLICKWINKEL

3 Fragen Precious 2

… Projektleiter Benedikt Hoffmann und Forschungstechniker Christian ­Schnakenberg

BRAIN: Woran arbeiten Sie gerade? 

Benedikt Hoffmann: Wir arbeiten zurzeit im selben Projektteam. Dabei geht es in erster Linie um die Aufarbeitung edelmetallhaltiger Erze mit dem Ziel, die Edelmetalle anzureichern. Ich koordiniere das Projekt und vertrete es auch bei Kooperationspartnern.

Christian Schnakenberg: Ich bin in unserem Team für die Umsetzung im Labor zuständig. Ungeachtet des Metalls, das wir targetieren, identifizieren wir dort Mikroorganismen, die besonders geeignet für die Aufarbeitung eines Metalls sind. Dann entwickeln wir ein Trennverfahren, das etabliert und im Maßstab vergrößert wird. Der wirksame Bestandteil unseres Trennverfahrens ist Biomasse. Ein Teilaspekt unserer Arbeit liegt darin, die Biomasse für das Trennverfahren bereitzustellen. Hierzu müssen wir die Kultivierung der Mikroorganismen im Bioreaktor optimieren, sodass wir möglichst günstig so viel Biomasse wie möglich erzeugen können.

BRAIN: Worin liegt der besondere Reiz dieses Projekts?

Benedikt Hoffmann: Momentan ist unser Ziel, eine Maßstabsvergrößerung des Trennverfahrens in den mehrere 100-Kilo-Erz-Maßstab zu erreichen.  

Benedikt Hoffmann: Was die Erzaufarbeitung als Arbeitsgebiet gesamtgesellschaftlich sinnvoll und damit auch für BRAIN interessant macht, ist, dass die konventionelle Aufarbeitung sehr energieintensiv ist und dort eine Vielzahl von Chemikalien zum Einsatz kommt. Daher ist es reizvoll, diesen Aufarbeitungsweg zu biologisieren. Spannend für unser Team ist dabei, dass dieses Projekt explorativer ist als andere. Mikroorganismen in der Ressourcentechnologie einzusetzen, ist relativ neu. Da hat man noch viele Freiheiten. 

Christian Schnakenberg: Normalerweise gibt es bei der Laborarbeit viele vorgeschriebene Handlungsschritte. Bei diesem Projekt muss man kreativ sein, sich viel Neues aneignen und Erfahrungen sammeln. Spannend ist dann auch, diese Technologie zu einem großen Prozess weiterzuentwickeln. Man beginnt im kleinen Maßstab im Labor, wird immer größer und sieht, dass es funktioniert. Irgendwann ist dann eine große Anlage da, die mit den Erkenntnissen, die man im Labor gewonnen hat, große Mengen umsetzt. 

BRAIN: Wie sind Sie zu diesem Projekt gekommen?

Benedikt Hoffmann: Ich wurde vor allem für die Verfahrensentwicklung mit ins Projektteam geholt. Aber wir haben das Projekt von Beginn an mitverfolgt. Also von dem Besuch in der Mine, der Probennahme, der Auswahl der Mikroorganismen über die Verfahrensentwicklung bis hin zum Scale-up über die komplette Bandbreite. Quasi von der Tropfsteinhöhle bis zum Prozess.

Christian Schnakenberg: Bei der BRAIN geht es mir oft so, dass ich in Bereiche komme, die neu für mich sind. Meine Neugier und die Lust, etwas zu probieren und einfach „zu machen“, qualifizieren mich für solche Projekte und motivieren mich immer wieder aufs Neue.

Benedikt Hoffmann: Der Mining-Bereich ist neu und explorativ, da braucht man genau so jemanden, der „macht“, damit man einen Effekt erzeugt und im Team gemeinsam erfolgreich ist.

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