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4. Mai 2010,

IMG ist jetzt IWBio

Unter Nutzung von Synergien in gemeinsamen im vorwettbewerblichen Umfeld angesiedelten Forschungsvorhaben werden diese für alle Partner gewinnbringend genutzt. Dieser Weg wird vor dem Hintergrund des steigenden globalen Wettbewerbs, der hoch volatilen und insgesamt steigenden Rohstoffpreise sowie dem dramatisch ansteigenden wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn in der Biotechnologie beschritten. Das Ziel des IWBio ist die Entwicklung einer nachhaltigen Bioökonomie im Bereich der industriellen Biotechnologie. Eine Ausweitung des Industrieverbunds wird aktiv angestrebt und alle in der weißen Biotechnologie engagierten und interessierten Unternehmen sind willkommen.

Zweck des Industrieverbunds ist primär die Förderung von Wissenschaft und Forschung, insbesondere der weißen oder industriellen Biotechnologie, mit besonderem Schwerpunkt auf der anwendungsbezogenen Forschung an Mikroorganismen. Der IWBio ist ein nationaler Industrieverbund mit dem Schwerpunkt der weißen Biotechnologie. Der Verbund bündelt Erfahrungen aus Wissenschaft und Wirtschaft mit dem Ziel, die weiße Biotechnologie als Schlüsselindustrie zu stärken. Die auf die EuropaBIO zurück gehende Definition des Begriffes “Weiße Biotechnologie” spricht von der Verwendung des “Werkzeugkastens der Natur für industrielle Anwendungen”. Mit anderen Worten: die weiße Biotechnologie ist den Lösungen der Natur auf der Spur und führt diese einer industriellen Verwertung zu. Die weiße oder auch industrielle Biotechnologie wird viele Industrien in den nächsten 10 bis 30 Jahren stark beeinflussen und dabei helfen, einen nachhaltigen Transformationsprozess erfolgreich umzusetzen.

Der IWBio entwickelt gemeinschaftlich und in enger Abstimmung mit akademischen Forschungsgruppen neue Forschungsschwerpunkte im Bereich der weißen Biotechnologie mit dem Ziel der Entwicklung einer nachhaltigen Bioökonomie. Die ersten Projekte mit einem Gesamtvolumen von 42 Mio. Euro über 5 Jahre, zu gleichen Teilen finanziert durch BMBF und Industrie, wurden nach positiver Begutachtung durch ein internationales Expertengremium 2007 gestartet: In der Zwischenbegutachtung dieser Projekte 2009 wurde die große Bedeutung dieser Projekte im Sinn von wissenschaftlicher Qualität und Bedeutung für die Bioökonomie in Deutschland erneut bestätigt.

2008 und 2009 wurden seitens des BMBF im Forschungsschwerpunkt “Industrielle Genomforschung an Mikroorganismen - GenoMik-Industrie” zwei weitere Fördermaßnahmen ins Leben gerufen. Insgesamt beläuft sich mittlerweile das Gesamtvolumen aller unter dem Dach des IWBio befindlichen und seitens des BMBF geförderten Forschungsvorhaben auf ca. 80 Mio. Euro. Weitere Verbundprojekte von Mitgliedsfirmen des IWBio sind in Vorbereitung.

Über den IWBio

Ende 2006 haben sich namhafte deutsche Industrieunternehmen der Chemie, Pharma- und Ernährungsbranche und führende Technologieunternehmen im Industrieverbund Mikrobielle Genomforschung (IMG) zusammengeschlossen. Anfang 2010 erfolgte die Namensänderung zum Industrieverbund Weiße Biotechnologie (IWBio).

Die ersten Aktivitäten zur Gründung des Industrieverbundes Mikrobielle Genomforschung (IMG) gehen auf eine im Juli 2005 gestartete Initiative biotechnologisch ausgerichteter Unternehmen der Chemie-, Agro-, Nahrungsund Konsumgüterindustrie zurück, um den spezifischen Interessen der Industrie zu diesem Themenfeld ein stärkeres Gewicht zu geben. Bereits 2006 gelang es, eigene industriegeführte Verbundprojekte mit industriellen und akademischen Partnern als Förderprojekte beim BMBF einzureichen. Ziel war die Erweiterung des akademischen GenoMik Netzwerks um eine zweite, industriegetragene Säule.

Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte als Industrieverbund Mikrobielle Genomforschung e.V. mit elf Gründungsmitgliedern im März 2007. Die Gründung erfolgte durch die Unternehmen Agowa (heute LGC Genomics), Bayer CropScience, Biopract (heute DSM Biopract), BRAIN, Degussa (heute Evonik Degussa), Evocatal, GATC, Henkel, Milupa, Südzucker und Wacker. Mittlerweile ist es dem Verbund gelungen, die Zahl der Mitgliedsunternehmen auf nunmehr 21 zu erweitern. Die Mitgliedsunternehmen vertreten gemeinschaftlich anwendungsbezogene Forschung gegenüber Politik und Förderinstitutionen. In einer Vielzahl gemeinsamer Forschungsvorhaben nutzen die Mitgliedsunternehmen im vorwettbewerblichen Forschungsbereich ihr Synergiepotential.

www.iwbio.com