Press releases
4 November 2005, Zwingenberg, Ludwigshafen, Darmstadt

Operating collaborative training in biotechnology

Press Release in german

Mit der BASF Jobmarkt GmbH, einer Tochtergesellschaft der BASF AG wurden in diesen Wochen zwei Ausbildungsplätze zum Biolo-gielaboranten neu geschaffen und besetzt. Die Ausbildung wird arbeitsteilig von beiden Unternehmen durchgeführt. Die Schwerpunkte bei BRAIN liegen auf den speziellen molekularbiologischen und molekulargenetischen Techniken, während die BASF AG die weiteren Grundlagen gemäß der Ausbildungsverordnung vermittelt.

„Nicht alles geht in diesen Tagen bergauf, aber die Verbundausbildung im Bereich Biotechnologie ist ein wirklich zukunftweisendes Modell“, stellte Dr. Holger Zinke, Vorstandsvorsitzender der BRAIN AG in einem Pressegespräch fest, zu dem das Unternehmen am 02.11.05 eingeladen hatte. An dem Gespräch nahmen neben zahlreichen Pressevertretern auch die Verantwortlichen aus den Partnerunternehmen, Frau Ingrid Reske, Geschäftsführerin von der BASF Jobmarkt GmbH, Herr Dr. Thomas Koppe, Abteilungsleiter HR, Bildung, Labor Produktion Technik der Merck KGaA, Frau Karin Saar, Leiterin Bereich Biologie, Merck KGaA, Herr RA Gregor Disson, Geschäftsführer des Verbands der chemischen Industrie, Landesverband Hessen sowie von der BRAIN AG Frau Dr. Ute Dechert, Leiterin HR und Herr Dr. Holger Zinke, Vorstandsvorsitzender, teil.

„Insbesondere auch für kleine mittelständische Unternehmen (KMU) schafft das Verbundausbildungsmodell die Möglichkeit, sich an der Ausbildung von fachlich hoch qualifizierten Biologielaboranten aktiv zu beteiligen“, hob Herr Dr. Zinke positiv hervor. „Bisher war es der BRAIN allein nicht möglich, eigenen Nachwuchs im betrieblichen Bereich auszubilden, da aufgrund der fehlenden Infrastruktur im Unternehmen nicht alle gesetzlich fixierten Lehrinhalte vermittelt werden konnten“, beschrieb Frau Dr. Ute Dechert die Situation. „Das ist aber nun durch den engen Schulterschluss mit der BASF Jobmarkt GmbH sehr einfach umzusetzen.“

Die Idee der Verbundausbildungen der BASF Jobmarkt GmbH wurde 2003 ins Leben gerufen und hat mittlerweile 500 Partnerbetriebe aus diversen Branchen mit insgesamt 700 Jugendlichen in zwei Lehrjahren zusammen gebracht. „Wir legen bei den Jugendlichen die Grundlagen, die spezifische betriebliche Ausbildung erfolgt dann beim Partnerbetrieb“, führte Ingrid Reske, Geschäftsführerin der BASF Jobmarkt aus. Das Verbundmodell ist für alle Beteiligten ideal, am meisten profitierten aber die Jugendlichen selbst, da sie so in den Genuss kämen, mehr als nur ein Unternehmen kennen zu lernen.

Nicht zuletzt sind diese bundesländerübergreifenden Initiativen der Verbundausbildung, die Partnerunternehmen kommen aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz, gute Beispiele für die Vernetzung von Unternehmensaktivitäten in der Rhein-Main-Neckar Region und somit ein wesentlicher Beitrag zur Stärkung dieses Wirtschaftsstandortes.

Neben der Kooperation mit der BASF AG arbeitet die BRAIN AG auf dem Gebiet der betrieblichen Ausbildung auch mit der Merck KGaA in Darmstadt zusammen. Mit dem chemisch-pharmazeutischen Unternehmen Merck werden bereits seit mehr als fünf Jahren drei- bis viermonatige Betriebseinsätze von Auszubildenden des Berufsbildes Biologielaborant bei der BRAIN durchgeführt, um den Auszubildenden zum Einen das Erlernen spezieller Fertigkeiten im molekular-biologischen Umfeld, zum Anderen aber auch Einblicke in andere Unternehmenskulturen und -strukturen zu ermöglichen. Dieses Angebot wird sehr gerne angenommen, derzeit ist ein Auszubildender im dritten Lehrjahr für eine mehrmonatige Forschungstätigkeit zur BRAIN gewechselt. „Wir begreifen andere Betriebe nicht als Konkurrenten, sondern sehen die Kooperation mit der BRAIN als einen fruchtbaren Austausch“, betonen Dr. Thomas Koppe, Merck KGaA und Dr. Zinke übereinstimmend. „Diese externen Betriebseinsätze, die u.a. auch in ausländische Betriebe gehen können, sehen wir bei Merck als eine Art Belohnung für besonders engagierte Auszubildende an, die sich dadurch auch ihren persönlichen Horizont erweitern können“, fügt Frau Karin Saar, Merck KGaA, hinzu. Herr Gregor Disson, vom Verband der chemischen Industrie, Landesverband Hessen, war in Bezug auf das vorgestellte länderübergreifende Verbundmodell voll des Lobes und bezeichnete die Kooperation der Firmen als vorbildhaft: „Unser Standortvorteil sind die fachlich hoch qualifizierten Arbeitskräfte. Daraus definiert sich unsere Aufgabe, die Sicherung des Standortes durch die Ausbildung und Akquirierung sehr gut qualifizierten Personals anzugehen. Durch ein solches Verbundmodell kann einem Mangel an Fachkräften gezielt entgegengewirkt werden.“ Dr. Zinke fügte an, dass insbesondere für den Wirtschaftszweig der Biotechnologie die hoch qualifizierten Fachkräfte von immenser wirtschaftlicher Bedeutung seien. „Wir müssen als deutsche Biotechnologieunternehmen auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben. Die USA ist uns hier auch schon ein gutes Stück voraus.“

Am Ende des Pressegespräches sind alle Teilnehmer mit einem guten Gefühl auseinander gegangen und stellten gemeinsam fest dass die Kooperation zwischen BRAIN, der BASF und Merck auch für andere Biotechnologieunternehmen in der Region im Sinne der Jugendlichen und der Biotechnologie Vorbildcharakter mit Nachahmerfunktion haben sollte.

Foto Teilnehmer Pressegespräch
© BRAIN AG, Zwingenberg

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Teilnehmer des Pressegespräches zum Thema Verbundausbildung in der Biotechnologie zusammen mit den Auszubildenden (v.l.): Dr. Thomas Koppe, Merck KGaA, Dr. Holger Zinke, BRAIN AG, Katharina Wieden, Verbund-Azubi, Frau Ingrid Reske, BASF Jobmarkt GmbH, Isabell Geistler, Verbund-Azubi, Karin Saar, Merck KGaA, Sebastian Drehmann, Azubi Merck KGaA im externen Betriebseinsatz, Dr. Ute Dechert, BRAIN AG, RA Gregor Disson, Verband der chemischen Industrie, LV Hessen
BRAIN AG: Denkmalgeschütztes Bauhaus-Gebäude in Zwingenberg
© BRAIN AG, Zwingenberg - Abdruck freigegeben mit Quellenangabe

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BRAIN AG: Denkmalgeschütztes Bauhaus-Gebäude in Zwingenberg

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