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10 December 2010,

Innovationen sind Wachstums- und Beschäftigungstreiber

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Beim Besuch des Zwingenberger Biotech-Unternehmens BRAIN AG stellte der hessische Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch die große Bedeutung von Schlüsseltechnologien wie der Biotechnologie für die Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherung des Wohlstands heraus: „Bio-, Nano- und Umwelttechnologie sind die Katalysatoren für den großen Erfolg unserer Industrie auf den Weltmärkten. BRAIN ist dafür das beste Beispiel. Viele auf den Märkten erfolgreiche Produkte der deutschen chemischpharmazeutischen Industrie basieren auf den innovativen Entwicklungen von BRAIN.“ Dr. Holger Zinke, Gründer und Vorstand der BRAIN AG, hatte den Staatssekretär nicht nur zum Besuch seines Unternehmens eingeladen, sondern als Vorsitzender des Industrieausschusses der IHK Darmstadt auch zu einer anschließenden Sitzung des Ausschusses, um mit südhessischen Unternehmern über die Innovationspolitik des Landes zu diskutieren.

Mehr als 100 staatliche und private Forschungseinrichtungen prägen die Forschungslandschaft im Großraum Rhein-Main-Neckar. Mehr als drei Viertel der Investitionen für Forschung und Entwicklung (F&E) in der Region werden von der Wirtschaft aufgebracht. Die Region übertrifft dabei mit einem Anteil von 6,4 Prozent am Bruttoinlandsprodukt (BIP) deutlich das Lissabon Ziel, das drei Prozent vom BIP für Forschungsaufwendungen vorschreibt. Hiervon trägt in Südhessen die Wirtschaft mit 5,3% den Großteil der F&E Anstrengungen, was die Innovationsstärke der Region eindrucksvoll belegt. Der Bundesdurchschnitt liegt bei lediglich 2,48%. Die Region zeichnet sich weiter durch einen starken Mix von Technologien aus, von IT über Biotechnologie hin zu Ingenieurdienstleistung, Maschinenbau, Elektrotechnik – was Stabilität und Zukunftsfähigkeit mit sich bringt.

Weiterhin macht dies deutlich, welch hohe Bedeutung Innovationen für die Region Südhessen aber auch für den gesamten Technologiestandort Hessen haben. Saebisch und Zinke waren sich darüber einig, dass der Faktor Wissen, also Forschung, Entwicklung und Innovation, der entscheidende Erfolgsfaktor Unternehmen ist. Zinke betonte: „Im weltweiten Wettbewerb werden nur starke Innovationsstandorte bestehen können. Wir spielen hier in der ersten Liga mit. Und wir müssen gemeinsam alles daran setzen, dass dies so bleibt.“

Saebisch machte klar, dass dies das Ziel seiner Technologiepolitik sei und die jüngste wirtschaftliche Erholung bestärke ihn darin: „Das neue deutsche Wirtschaftswunder geht auf den im weltweiten Vergleich sehr großen Industriesektor zurück: „Unsere innovativen und exportorientierten Industrieunternehmen, um die uns andere jetzt beneiden, haben die schnelle wirtschaftliche Erholung ermöglicht. In Hessen sind dies vor allem die Chemische und Pharmazeutische Industrie, die Metall- und Elektroindustrie, Maschinen- und Anlagenbau sowie der Fahrzeugbau.“

Beim Rundgang durch die im Jahr 2010 verdoppelten Labor- und Produktionsanlagen der BRAIN AG zeigte sich Saebisch beeindruckt: „Die besondere Unternehmenskultur an der Schnittstelle von Wissenschaft und industrieller Produktion ist Ausdruck einer industriellen Transformation, wie wir sie in vielen Branchen erleben. Besonders die interdisziplinäre Kombination von Natur- und Ingenieurwissenschaften ist eine Stärke des Standorts.“

Der sich anschließende Dialog mit den Mitgliedern des IHKAusschusses für Industrie, Forschung und Innovation diente dazu, sich über die Innovationsförderung des Landes und des Bedarfes der Unternehmen auszutauschen. Als Vorsitzender des IHKAusschusses will Zinke mit der Landesregierung weiter an gemeinsamen Innovationsstrategien arbeiten. „Was wir brauchen, ist eine mit der Wirtschaft abgestimmte Strategie um Investitionen in Zukunftstechnologien zu erleichtern.“ Ein Ergebnis des Austausches mit Staatssekretär Saebisch und Abteilungs- und Referatsleitern ist, dass neben expliziten Förderprogrammen gerade Beteiligungsprogramme eine effiziente Möglichkeit sind, Unternehmen im Innovationsprozess zu unterstützen. „Der Zugang zu Eigenkapital ist ein Schlüssel für Unternehmen, Forschung- und Entwicklung zu betreiben und mit Hochschulen zu kooperieren. Eigenkapital sowie eigenkapitalersetzende Instrumente wie stille Beteiligungen oder Bürgschaften sind gerade für mittelständische Unternehmen sehr wertvoll“, fasste Dr. Holger Zinke den fast zweistündigen Austausch zusammen.

Die Technologie- und Innovationsförderung des Landes wie der IHK müssten stetig fortentwickelt werden, um neuen Anforderungen gerecht zu werden, betonten Saebisch und Zinke. Dazu setze man auf eine enge Zusammenarbeit sowohl in der Konzeption wie der Abstimmung einzelner Aktivitäten mit dem Ziel, den Technologiestandort Hessen weiter zu stärken.

Dr. Roland Lentz von der IHK Darmstadt ergänzte, dass der Erfolg der Unternehmen dazu führe, dass sich die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern zu einer immer größeren Herausforderung entwickle: „Viele unserer Mitgliedsunternehmen bedrückt der Fachkräftemangel – hier müssen Wirtschaft, Staat und Bildung an einem Strang ziehen, um die notwendigen Ingenieure und Wissenschaftler auszubilden.“

Auch Saebisch sieht darin einen Engpassfaktor und sprach erfolgreiche Gemeinschaftsprojekte an, junge Menschen für naturwissenschaftlich- technische Berufe und Studiengänge zu begeistern: „Mit dem Dualen Studium oder Aktionen wie der gerade in Darmstadt zu Ende gegangenen Hessentour des BIOTechnikums arbeiten Wirtschaftsministerium und Industrie- und Handelskammern schon Hand in Hand. Auch die Unternehmen selbst sind gefragt. BRAIN ist mit seinem aktiven Engagement dabei Vorbild.“

Podium anlässlich der Industrieausschuss-Sitzung der IHK Darmstadt bei BRAIN.
Vlnr: Staatsekretär des Hessischen Wirtschaftsministeriums, St
© BRAIN AG, Zwingenberg.

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Podium anlässlich der Industrieausschuss-Sitzung der IHK Darmstadt bei BRAIN. Vlnr: Staatsekretär des Hessischen Wirtschaftsministeriums, Stefan Saebisch, Dr. Holger Zinke, CEO der BRAIN AG, sowie die Abteilungsleiter im Wirtschaftsministerium Axel Henkel und Jens Krüger und der Referatsleiter Technologie, Georg Matzner.
Dr. Holger Zinke, CEO der BRAIN AG und Vorsitzender des IHK Industrieausschusses
im Dialog mit Staatssekretär Saebisch.
© IHK Darmstadt Rhein Main Neckar, Jens Steingässer - Pod

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Dr. Holger Zinke, CEO der BRAIN AG und Vorsitzender des IHK Industrieausschusses im Dialog mit Staatssekretär Saebisch.

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